
Basiswissen Huf
Dieser Kurs ist der ideale Einstieg für Pferdebesitzer, um sich eine erste Übersicht über den Huf und die am häufigsten vorkommenden Hufprobleme zu beschaffen.
Der Theorieteil beginnt mit der Antwort auf die viel gestellte Frage: warum brauchen Wildpferde eigentlich keine Hufbearbeitung? Diese Antwort zeigt, daß es zwischen Wild- und Hauspferden gravierende Unterschiede gibt, wenn wir die Hufgesundheit in den Fokus stellen.
Wir erkennen dann, daß die Probleme, die unsere Hauspferde im Allgemeinen haben, häufig mit der Aufzucht, der aktuellen Haltung, der Fütterung und nicht zuletzt auch mit der Nutzung zusammenhängen. All diese zusätzlichen Faktoren machen eine regelmäßige Hufbearbeitung eigentlich erst notwendig.
Wird diese dann, wie es heutzutage leider überwiegend vorkommt, von schlecht ausgebildeten Hufbearbeitern, die lediglich eine Kurzausbildung von wenigen Tagen, oder nur eine Onlineausbildung, oder eventuell sogar gar keine Ausbildung genossen haben, durchgeführt, verwundert es nicht, daß inzwischen die überwiegende Mehrzahl von Pferden Pathologien an den Hufen vorweisen, die man durchaus als tickende Zeitbomben bezeichnen kann.
Daraus ergibt sich auch gleich schon der nächste Programmpunkt, nämlich an den einzelnen Bereichen, aus denen ein Huf besteht, subtile aber durchaus verdächtige Verschlechterungen zu erkennen, um frühzeitig, ehe noch ein irreparabler Schaden entstanden ist, eingreifen zu können. Wir erarbeiten uns also heute die ersten Schritte, einen Huf zu lesen.
Hierzu machen wir vorab noch einen winzigen Abstecher in die Hufanatomie und das Gangverhalten des Pferdes.
Wichtiger Hinweis: dieser Basiskurs kann aufgrund der Komplexität des Themas natürlich nicht wirklich in die Tiefe gehen sondern eröffnet lediglich einen ersten flüchtigen Einblick in die Welt der Hufe. Wer die Intention hat, nach diesem Tagesseminar selbständig Hufe zu bearbeiten, ist besser bei solchen Anbietern aufgehoben, die dergleichen werbewirksam und vollmundig propagieren. (Dieser Hinweis ist leider notwendig, da viele unbedarfte Kursteilnehmer sich gar nicht vorstellen können, was für ein umfangreicher Wissensschatz für eine wirklich kompetente Hufbearbeitung notwendig ist.)
Wer nicht nur den Theorieteil, sondern auch noch den Workshop am Nachmittag gebucht hat, hat nach der Mittagspause dann die von den meisten Teilnehmern gerne genutzte Möglichkeit, seine Geschicklichkeit mit Hufmesser und Raspel an toten Pferdehufen zu zeigen. Wie fühlt es sich an, den Strahl, Sohle und die Eckstreben zu schneiden? Wie wird das Hufmesser dabei gehalten? Wie tief kann man an welchen Stellen ins Horn schneiden, bis das Innenleben sichtbar wird? Und für die GANZ Neugierigen: wie sieht dieses Innenleben aus?


